S-Pedelec-Versicherung – warum du ein Versicherungskennzeichen brauchst
Gesetzliche Pflichten und der richtige Haftpflichtschutz
Ein normales Pedelec unterstützt dich beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. Es gilt rechtlich als Fahrrad. Dein S-Pedelec hingegen bietet eine Motorunterstützung bei Geschwindigkeiten von über 25 km/h und bis zu 45 km/h. Das Gesetz stuft es daher als Kleinkraftrad ein. Für dich bedeutet das: Du darfst nicht auf dem Radweg fahren, benötigst mindestens einen Führerschein der Klasse AM – der übrigens im normalen Autoführerschein der Klasse B bereits enthalten ist – und dein Fahrzeug braucht eine eigene Haftpflichtversicherung.
Die gesetzliche Pflicht: Die Haftpflichtversicherung
Weil das S-Pedelec als Kraftfahrzeug gilt, greift deine private Haftpflichtversicherung bei einem Unfall nicht. Die Haftpflichtversicherung für das S-Pedelec ist gesetzliche Pflicht. Als Nachweis erhältst du jedes Jahr zum 1. März ein neues Versicherungskennzeichen für das Heck deines Rads. Berechnen kannst du es im Versicherungskennzeichen-Rechner. Wenn du beispielsweise auf deinem täglichen Arbeitsweg über die Konrad-Adenauer-Brücke nach Mannheim einen Unfall mit einem Fußgänger verursachst, übernimmt diese Versicherung die Personen- und Sachschäden des Unfallgegners.
Die freiwillige Ergänzung: Teilkasko gegen Diebstahl
S-Pedelecs sind teuer in der Anschaffung. Eine reine Haftpflicht deckt Schäden an deinem eigenen Rad allerdings nicht ab. Deshalb solltest du eine Teilkasko prüfen. Sie springt vor allem bei Diebstahl ein, aber auch bei Brand, Sturmschäden oder nach einem Zusammenstoß mit Haarwild. Angesichts des Anschaffungspreises ist dieser Zusatzschutz in den meisten Fällen eine sinnvolle Investition.
Mein Tipp: Achte beim Abschluss der Teilkasko penibel auf die Bedingungen bei Akkudiebstahl. Der Akku ist das teuerste Einzelteil an deinem S-Pedelec. Manche Tarife versichern den Akku nur, wenn er fest verschlossen am Rad montiert war, oder ziehen bei Diebstahl einen Teil des Wertes für die Abnutzung ab. Ein guter Tarif sollte den Akku ohne Abzüge und auch bei einfachem Diebstahl absichern.
Welcher Tarif am besten zu deinen täglichen Strecken und deinem S-Pedelec passt, klären wir am besten im persönlichen Gespräch. Ich vergleiche die Leistungen der Anbieter für dich und helfe dir bei der Auswahl des passenden Schutzes.
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Quellen
- Pedelecs und E-Bikes – Unterschiede und Versicherungen – ADAC
- S-Pedelecs: Schnelle E-Bikes gut versichern – Stiftung Warentest
- S-Pedelecs – Mobilitätsforum Bund
- Das Versicherungskennzeichen für Moped, Roller & Co. – Bußgeldkatalog.de
Dieser Artikel stellt eine allgemeine Information dar und ersetzt keine individuelle Beratung für deine persönliche Situation.
Häufige Fragen
Welche Versicherung ist für mein S-Pedelec gesetzlich Pflicht?
Da dein S-Pedelec dich bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h unterstützt, gilt es rechtlich als Kleinkraftrad. Du musst daher zwingend eine eigene Haftpflichtversicherung abschließen, denn deine private Haftpflichtversicherung zahlt bei Unfällen mit dem S-Pedelec nicht. Eine Teilkasko für Diebstahlschutz ist hingegen freiwillig, aber dringend zu empfehlen.
Brauche ich für mein S-Pedelec ein Versicherungskennzeichen?
Ja, ohne das grüne, schwarze oder blaue Versicherungskennzeichen am Heck darfst du nicht auf öffentlichen Straßen fahren. Dieses Schild ist dein Nachweis für die Haftpflichtversicherung und muss jedes Jahr zum 1. März erneuert werden. Du erhältst das aktuelle Kennzeichen nach dem Abschluss direkt von deinem Versicherer.
Christian WillmannVersicherungsmakler in Mannheim
Versicherungskennzeichen von Deinem Versicherungsmakler Christian Willmann in Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen und im gesamten Rhein-Neckar-Kreis
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