Teilstationäre Pflege – was die Pflegezusatzversicherung leisten muss
Warum dieses Leistungsmerkmal im Alltag echte Entlastung bringt
Wenn die Pflege zu Hause alleine nicht mehr ausreicht, aber der Umzug in ein Pflegeheim noch nicht notwendig ist, kommt die teilstationäre Pflege ins Spiel. Meistens handelt es sich dabei um die sogenannte Tagespflege, seltener um die Nachtpflege. Dieses Angebot ermöglicht es pflegebedürftigen Menschen, weiterhin in ihrer vertrauten Umgebung zu wohnen. Gleichzeitig entlastet es pflegende Angehörige im Alltag enorm, da die Betroffenen tagsüber professionell betreut werden.
Stell dir vor, deine Mutter lebt bei dir in Mannheim und benötigt Unterstützung. Da du berufstätig bist, kann sie nicht den ganzen Tag alleine bleiben. Ein ambulanter Pflegedienst kommt zwar morgens vorbei, aber das reicht nicht aus. Hier hilft die Tagespflege: Sie wird morgens abgeholt, verbringt den Tag in einer spezialisierten Einrichtung, bekommt dort Mahlzeiten sowie soziale Kontakte und kehrt am späten Nachmittag wieder nach Hause zurück.
Die finanzielle Lücke im Alltag
Die gesetzliche Pflegepflichtversicherung zahlt zwar je nach Pflegegrad einen festen Beitrag für die teilstationäre Pflege. Doch dieser Topf deckt nur die reinen Pflegekosten ab. Die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und die sogenannten Investitionskosten der Einrichtung musst du komplett selbst tragen. Die Fahrtkosten zur Tagespflege sind zwar im Leistungsbetrag enthalten, doch reicht dieser Topf oft nicht aus, um alle anfallenden Kosten vollständig zu decken. Diese Eigenanteile summieren sich schnell auf mehrere hundert Euro im Monat.
Eine private Pflegezusatzversicherung hilft dir, diese finanzielle Lücke zu schließen. Je nach Tarif – beispielsweise bei einem flexiblen Pflegetagegeld – bekommst du für jeden Tag der Pflegebedürftigkeit einen vereinbarten Geldbetrag ausgezahlt. Dieses Geld kannst du frei verwenden, um die Kosten der Tagespflege zu decken. So bleibt das Ersparte geschützt und die Pflege zu Hause lässt sich deutlich länger aufrechterhalten.
Mein Tipp:
Achte beim Vergleich von Pflegezusatzversicherungen genau darauf, wie der jeweilige Tarif die teilstationäre Pflege behandelt. Manche ältere Verträge leisten hier nur eingeschränkt oder kürzen das Geld, wenn gleichzeitig ein ambulanter Pflegedienst genutzt wird. Gute Tarife zahlen das vereinbarte Pflegetagegeld auch dann in voller Höhe aus, wenn du dich für die Tages- oder Nachtpflege entscheidest. Lass uns am besten prüfen, ob deine Wunsch-Absicherung diese Flexibilität bietet.
Im persönlichen Gespräch klären wir, wie hoch deine Lücke bei der teilstationären Pflege aussehen würde und welche Absicherung zu deinen Plänen passt. Wir schauen uns die Bedingungen der verschiedenen Anbieter an, damit du genau weißt, worauf du dich verlässt.
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Quellen
Der Inhalt dieses Artikels dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine individuelle Beratung dar.
Häufige Fragen
Was genau ist teilstationäre Pflege?
Das ist eine zeitweise Betreuung in einer Einrichtung, meistens als Tagespflege oder seltener als Nachtpflege. Du wohnst weiterhin zu Hause, verbringst aber zum Beispiel den Tag gut versorgt in einer spezialisierten Pflegeeinrichtung, während deine Angehörigen arbeiten.
Welche Kosten muss ich bei der Tages- oder Nachtpflege selbst tragen?
Die gesetzliche Pflegekasse zahlt nur die reinen Pflegekosten. Die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und die Investitionskosten der Einrichtung musst du komplett selbst tragen, wodurch monatlich schnell ein Eigenanteil von mehreren hundert Euro entsteht.
Wie viel zahlt die Pflegekasse bei den Pflegegraden 2, 3 und 4?
Für die teilstationäre Pflege zahlt die Kasse monatlich 721 Euro bei Pflegegrad 2, 1.357 Euro bei Pflegegrad 3 und 1.685 Euro bei Pflegegrad 4. Reicht dieser Betrag nicht für die Pflegekosten der Einrichtung, musst du den Rest aus eigener Tasche zahlen.
Was sind die Vor- und Nachteile der teilstationären Pflege?
Der große Vorteil ist, dass du in deiner vertrauten Umgebung wohnen bleibst und pflegende Angehörige tagsüber spürbar entlastet werden. Der Nachteil ist die finanzielle Lücke, da du für Essen, Unterkunft und weitere nicht gedeckte Kosten selbst aufkommen musst.
Christian WillmannVersicherungsmakler in Mannheim
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