Definition der bisherigen Lebensstellung in der Berufsunfähigkeitsversicherung Mannheim
Was bedeutet die „Definition der bisherigen Lebensstellung“?
Wenn du über eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) nachdenkst, stolperst du vielleicht über den Begriff „Definition der bisherigen Lebensstellung“. Das klingt erst mal kompliziert, ist aber im Grunde eine wichtige Schutzfunktion für dich, falls du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst.
Stell dir vor, du wirst berufsunfähig und kannst deinen Job nicht mehr machen. Deine Versicherung prüft dann, ob du vielleicht noch eine andere, vergleichbare Tätigkeit ausüben könntest. Das nennt man „konkrete Verweisung“. Hier kommt die „bisherige Lebensstellung“ ins Spiel. Denn die Versicherung darf dich nicht einfach auf irgendeinen Job verweisen.
Ein solcher neuer Job muss von deiner Ausbildung und deiner bisherigen Erfahrung her mit deiner ursprünglichen Tätigkeit vergleichbar sein. Und ganz wichtig: Deine bisherige Lebensstellung darf dabei nicht leiden. Was genau ist damit gemeint?
1. Das Einkommen. Dein Verdienst darf sich durch die neue Tätigkeit nicht wesentlich verschlechtern. Oft wird hier eine maximale Einkommenseinbuße von 20 Prozent angesetzt. Wenn du also vorher 3.500 Euro netto verdient hast, dürfte dein neues Einkommen nicht unter 2.800 Euro fallen.
2. Das soziale Ansehen. Es geht nicht nur ums Geld. Auch dein Status und deine Wertschätzung in der Gesellschaft sollen gewahrt bleiben. Warst du beispielsweise eine gefragte Führungskraft und man würde dich auf eine reine Sachbearbeiterposition verweisen, könnte das deine soziale Lebensstellung beeinträchtigen – selbst wenn das Gehalt noch im Rahmen wäre.
3. Die berufliche Wertigkeit. Auch die Art der Tätigkeit und die damit verbundene Verantwortung spielen eine Rolle. Eine Arbeit, die deutlich unterhalb deiner Qualifikationen und deiner bisherigen Erfahrung liegt, könnte ebenfalls als Verschlechterung deiner Lebensstellung gewertet werden.
Kurz gesagt: Die „Definition der bisherigen Lebensstellung“ soll sicherstellen, dass du im Leistungsfall der BU nicht in eine völlig andere, schlechtere soziale oder finanzielle Position gedrängt wirst. Es soll ein fairer Übergang sein, der deinen Wert und deine bisherige Leistung respektiert.
Wie relevant ist das in der Rhein-Neckar-Region?
Gerade in einer dynamischen Wirtschaftsregion wie Mannheim, Heidelberg oder Ludwigshafen mit vielen vielfältigen Branchen – von der Chemieindustrie über IT und Forschung bis hin zu Handwerk und Dienstleistung – ist das Thema der „bisherigen Lebensstellung“ besonders wichtig. Hier gibt es viele qualifizierte Arbeitsplätze. Wenn du beispielsweise als Spezialist bei einem großen Unternehmen tätig warst und berufsunfähig wirst, muss eine mögliche Verweisung auf eine andere Tätigkeit auch das hohe Niveau der hier verfügbaren Jobs widerspiegeln. Es geht darum, dass deine Expertise und dein gesellschaftliches Standing, das du dir vielleicht über Jahre in der Metropolregion aufgebaut hast, auch bei einer neuen Tätigkeit so weit wie möglich erhalten bleiben.
Mein Tipp:
Viele Versicherer werben damit, auf die sogenannte „abstrakte Verweisung“ zu verzichten – das ist ein großer Vorteil. Aber auch die „konkrete Verweisung“ mit der Prüfung deiner Lebensstellung ist ein Punkt, den du dir genau ansehen solltest. Manche Verträge sind hier großzügiger als andere und definieren die Kriterien für die Lebensstellung klarer und zu deinen Gunsten. Achte darauf, wie transparent dein Vertrag hier ist. Am besten ist es, wenn dein Vertrag Regelungen enthält, die eine Verweisung stark einschränken oder sogar ganz ausschließen, wenn du beispielsweise nur noch eine bestimmte Stundenanzahl arbeiten kannst.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist ein komplexes Thema, bei dem es auf viele Details ankommt. Die „Definition der bisherigen Lebensstellung“ ist nur einer davon, aber ein entscheidender. Wenn du sicherstellen möchtest, dass du im Fall der Fälle optimal abgesichert bist und deine Lebensqualität erhalten bleibt, helfe ich dir gerne, die passenden Tarife zu finden und die Bedingungen genau zu prüfen.
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Quellen
- Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV): Informationen zur Berufsunfähigkeitsversicherung
- Verbraucherzentrale: Berufsunfähigkeitsversicherung – was man beachten sollte
Bitte beachte: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung. Die genauen Bedingungen einer Berufsunfähigkeitsversicherung können je nach Vertrag und Anbieter variieren. Für eine persönliche Einschätzung und Empfehlung kontaktiere bitte einen erfahrenen Versicherungsmakler.
Häufige Fragen
Was schützt mich die Definition der bisherigen Lebensstellung in meiner BU?
Sie schützt dich davor, im Fall einer Berufsunfähigkeit auf eine neue Tätigkeit verwiesen zu werden, die nicht deiner Ausbildung, Erfahrung oder deinem sozialen Status entspricht. So wird sichergestellt, dass deine Lebensqualität möglichst erhalten bleibt.
Wie viel weniger darf ich in einem Ersatzjob verdienen, wenn ich berufsunfähig werde?
Deine Versicherung darf dich in der Regel nicht auf einen Beruf verweisen, bei dem dein Einkommen um mehr als 20 Prozent unter deinem vorherigen Nettoeinkommen liegt. Es geht darum, dass deine finanzielle Lebensstellung gewahrt bleibt.
Spielt es eine Rolle, ob der neue Job unter meinen Qualifikationen liegt?
Ja, definitiv. Die neue Tätigkeit muss deiner beruflichen Wertigkeit und deinen bisherigen Qualifikationen entsprechen. Man darf dich nicht auf eine Arbeit verweisen, die deutlich unter deinem Ausbildungsniveau oder deiner bisherigen Verantwortung liegt.
Was ist, wenn der neue Job mein soziales Ansehen stark beeinträchtigen würde?
Auch dein soziales Ansehen und dein Status in der Gesellschaft müssen bei einer Verweisung berücksichtigt werden. Eine Tätigkeit, die dein gesellschaftliches Standing deutlich verschlechtert, ist in der Regel unzulässig, selbst wenn das Gehalt stimmen würde.
Kann die Versicherung mich auf jeden anderen Job verweisen, den ich noch ausüben kann?
Nein, die Versicherung darf dich nicht auf irgendeine beliebige Tätigkeit verweisen. Die neue Arbeit muss deiner Ausbildung, Erfahrung, sozialen Wertschätzung und deinem Einkommensniveau angemessen sein, um deine bisherige Lebensstellung nicht zu gefährden.





